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Schlauch-Lining

Das vor Ort härtende sogenannte „Schlauch-Lining“ stellt heute das Standard-Renovierungsverfahren in der Kanalsanierung dar.
Wir führen seit über 7 Jahren die Renovierung von Kanälen mittels UV-Lichthärtung durch. Von unserem Partnerunternehmen „RelineEurope“, einem der führenden Unternehmen von grabenlosen Rohrsanierungstechniken, beziehen wir sowohl die komplette technische Geräteausrüstung als auch die notwendigen Materialien. In Verbindung mit den regelmäßigen Schulungen unserer erfahrenen Mitarbeiter ist dadurch eine fachgerechte Ausführung und hohe Qualität der Sanierung gewährleistet.

 

Gütezeichen und Zulassung

KATEC besitzt das RAL Gütezeichen GZ961 S 27.3 „Schlauch-Lining, Licht-Härtung (UV)“. Das Verfahren besitzt eine gültige DiBt-Zulassung.

 

Verfahren

Beim Schlauch-Lining Verfahren mit Licht-Härtung wird ein werkseitig hergestellter, vorkonfektionierter und mit einem Kunstharz getränkter Glasfasergewebeschlauch in das Altrohr eingezogen. Der Liner wird mit Luftdruck gegen die Altrohrwand aufgestellt und gegen die Rohrwandung gepresst. Die anschließende Aushärtung erfolgt mittels UV-Bestrahlung durch eine Lichterkette, die durch den Liner gezogen wird. Dabei reagiert das in Styrol gelöst vorliegende Kunstharz mit dem UV Licht und härtet dabei aus.

 

Funktionsweise

Je nach Schwere der Streckenschäden übernimmt der ausgehärtete Schlauch, mit den entsprechenden Wanddicken, auch die komplette statische Tragfähigkeit des vorhandenen Altrohres.
Das Verfahren stellt somit, entweder in Verbindung mit dem Altrohr oder alleine, die Betriebssicherheit, die Dichtheit und die Statik der Kanalhaltung wieder her.

 

Einsatzgebiet

Das Verfahren ist geeignet für die Sanierung von Streckenschäden und wiederholt auftretenden Einzelschäden. Es wird auch zur reinen Abdichtung von kompletten Kanalhaltungen eingesetzt.
Der ausgehärtete Schlauch ist zudem auch resistent gegen einwachsende Wurzeln.
Das Verfahren wird bei Freispiegelkanälen im Bereich von DN 150 bis mittlerweile DN 1600 eingesetzt. Es ist für alle Rohrwerkstoffe und Profilarten geeignet.
Abhängig vom Linergewicht und der örtlichen Situation können Längen bis zu 300 m in einer Aushärtung ausgeführt werden.
Mittlerweile wird das Verfahren auch zunehmend in Druckrohrleitungen eingesetzt.

 

Materialien

Der Wandaufbau der Liner ist in der Regel dreischichtig:

  • Außenfolie/-beschichtung
  • Trägermaterial mit Harz getränkt
  • Innenfolie/-beschichtung

Das Trägermaterial besteht aus korrosionsbeständigem Textilglas.
Bei den Kunstharzen handelt es sich um ungesättigtes Polyesterharz (UP-Harz) für kommunale Abwasserleitungen und Vinylesterharz (VE-Harz) bei Anwendungen im Industriebereich.
Die Folien/-beschichtungen bestehen aus PE-HD, PP, PA, PVC-U, PU oder entsprechende Kombinationen.
Um den Kontakt des Liners mit eindringendem Grundwasser zu verhindern, ist der Liner mit einer zusätzlichen Außenhülle, dem sogenannten „Preliner“, ausgestattet.

 

Grenzen

Alle Schadensbilder, die zu einer Verformung des Altrohres größer 12 % führen, können mittels Schlauch-Lining nicht saniert werden.
Zudem müssen Einstürze und Rohrbrüche vorab punktuell offen behoben werden.
Bei Schäden mit stark eindringendem Grundwasser ist vorab eine Abdichtung der Leckagen erforderlich.